Es ist vollbracht!
Nach weiteren Arbeitseinsätzen im Smog unter der Hochstraße, zwischen vier vielbefahrenen Spuren, im Kampf mit der Taubenkacke, neben dem Müll, den irgendwer dort deponiert -sprich: an einem der schönsten Orte Bremens- haben wir unser Werk gestern vollendet: "Mensch, wohin führt Deine Reise?"
Die Vorbereitungen dauerten etwa 15 Monate, unsere Arbeit an dem Bild ziemlich genau einen Monat, bei ein bis zwei Terminen die Woche.
Danke an den Beirat Neustadt für die Bewilligung der Fördergelder, danke an das Amt für Straßenverkehr für die Genehmigung und die vorherige Reinigung der Wand, danke an das Jugendfreizeitheim Buntentor (D.R.K.) für die Unterstützung des Projekts und danke an Niels, Fabian, Pascal und Linda für die Inspiration, Motivation und gelungene Umsetzung der Arbeit!
Über die Feiertage werde ich nochmal bessere Fotos machen.
Love Conqueror
Um mich von der anstrengenden Projektarbeit und anderen widrigen Lebensumständen etwas zu erholen, habe ich am vergangenen Wochenende einfach mal wieder ein ganz "normales" Piece gesprüht. Wie es meinem Stil entspricht, setzte ich auf starke Kontraste in der Farbigkeit und (scheinbare) Widersprüche in der Aussage: Camouflage-Fill-In vs. pinke Outlines, Love vs. Conqueror...
Artikel im Stadtteilkurier
Heute hat der Weser-Kurier im Stadtteilkurier Neustadt einen ganz guten Artikel über unser derzeitiges Projekt gebracht - seht selbst.
Somit stand heute auch wenigstens etwas gutes in der Zeitung!
Weiter im Programm
Am vergangenen Samstag haben Pascal, Niels, Fabian und ich weiter an unserem Wandprojekt gearbeitet. Wie ich schon angedeutet habe, fällt die Arbeit inmitten des Straßenverkehrs -sprich: Lärm, Hektik, Abgase- nicht leicht, so dass wir uns entschieden haben, überwiegend am Wochenende, möglichst "in Ruhe" zu arbeiten...
Nun bekamen wir -anstelle der Polizei, die schon mehrfach von Passanten herbeigerufen wurde- Besuch von der Presse, auf meine Einladung hin. In den nächsten Tagen wird ein Artikel im Stadtteilkurier Neustadt über uns erscheinen. Als wir dann uns gerade in unser Werk vertiefen wollten, erschien eine junge Frau, die irgendwoher wußte, dass wir etwas mit dem Freizi Buntentor zu tun haben, und nun meinte, uns sagen zu müssen, dass wir einmal im Freizi anregen sollten, Spartasten für die Klospülung zu installieren! Ihr Wunsch in allen Ehren, aber uns bei der Arbeit damit zu behelligen, erschien mir schon sehr unpassend, zumal sie dann darauf insistierte, dass dieses Thema auch unseres wäre...
Hm, weiter im Programm.
Gerade wieder drin im Tun, tauchte ein Taxifahrer auf, der meinte, jetzt unbedingt mit Hilfe unserer Leiter die Tür des frisch angebrachten Taubenschutzgitters wieder öffnen zu müssen - weil dort Tauben eingesperrt waren. Unmittelbar bevor wir mir der Wandgestaltung beginnen konnten, wurde dort nämlich ein Taubenschutzgitter angebracht und anschließend die ganze Wand gereinigt (von Taubenkacke). Irritierenderweise stand nun, jedesmal wenn wir an die Wand kamen, das Tor dieses Gitters wieder offen -obwohl die Möglichkeit bestanden hätte, es abzuschließen- und natürlich saßen dann jedesmal wieder Tauben dahinter. Jedesmal schlossen die Jugendlichen diese Tür auf´s neue, damit wir ungestört von dem Geflatter und frischer Scheiße auf frischer Farbe weitermachen konnten...
Hm, irgendwie nervig.
Die Besuche von Eltern und Geschwistern der Jugendlichen waren dagegen begrüßenswert, da diese immerhin Interesse an unserer Tätigkeit und obendrein Verpflegung mitbrachten.
Als dann aber auch noch ein Auto direkt neben uns auf der Straße liegenblieb und freundlicherweise von Niels und Fabian auf unseren eigentlich abgesperrten Arbeitsplatz geschoben wurde -der, wenn das Tor mal zwischendurch offensteht, gerne von Vorbeifahrenden als Abkürzung zum Wenden mißbraucht wird- hatte ich langsam genug von den Ablenkungen...
Ich bin gespannt, wie es weitergeht - und ob es uns gelingen wird, das Bild nach Plan zu Beginn der Osterferien fertigzustellen.
















