KENMO The LionheArtist

22Okt/12Off

Natürliche Logik

Nachdem der weiße Häuptling sein ganzes Geld auf der Erde ausgebreitet und gezeigt hatte, wieviel er uns für die Unterzeichnung eines Vertrages geben würde, nahm unser Häuptling eine Handvoll Lehm, machte einen Ballen daraus, legte den auf das Feuer und röstete ihn. Die Lehmkugel zersprang nicht. Dann sprach er zu dem weißen Häuptling:
"Nun gib mir eine Handvoll von deinem Gelde, wir wollen es neben dem Lehm auf das Feuer legen. Was dann am schnellsten verbrennt, hat am wenigsten Wert."
Der weiße Häuptling sprach:
"Mein Geld wird am schnellsten verbrennen, weil es aus Papier ist; also können wir das nicht tun."
Darauf griff unser Häuptling in seinen Gürtel und holte einen kleinen hirschledernen Beutel voll Sand heraus. Den gab er dem weißen Häuptling und sprach:
"Gib mir dein Geld. Ich werde das Geld zählen, während du die Sandkörner zählst. Das, was sich am schnellsten zählen lässt, wird das Mindere sein."
Der weiße Häuptling nahm den Sand, goß ihn auf seine Handfläche, betrachtete ihn und sprach: "Ich würde nicht lange genug leben, dies zu zählen; du aber könntest das Geld rasch zählen."
"Dann", sprach unser Häuptling, "ist unser Land mehr wert als dein Geld. Es wird ewig bleiben. Es wird nicht in den Flammen vergehen. Solange die Sonne scheint und das Wasser fließt, wird dies Land hier sein und wird Menschen und Tieren Leben spenden. Wir können nicht das Leben von Menschen und Tieren verkaufen, darum können wir nicht dies Land verkaufen. Der Große Geist schuf es hier für uns, wir können es nicht verkaufen, weil es uns nicht gehört. Ihr könnt euer Geld zählen und verbrennen, während ein Büffel mit dem Kopfe nickt; doch nur der Große Geist kann die Sandkörner und die Grashalme auf dieser Prärie zählen. Als Geschenk werden wir euch gern irgend etwas aus unserem Besitz geben, das ihr dann mitnehmen könnt, aber das Land nie."

Aus dem Buch "Häuptling Büffelkind Langspeer erzählt sein Leben", 1928

9Sep/12Off

Frieden

25Mrz/12Off

Kein Mensch will einen Iran-Krieg!

Kein Mensch will einen Iran-Krieg - abgesehen von ein paar hochgradig geistesgestörten Regierungen auf dieser Welt...
Lasst uns alles unternehmen, um deren Pläne dieses Mal schon im Ansatz zu unterbinden. Kein Krieg der Psychopathen mehr auf dem Rücken der friedliebenden Bevölkerung! Wir sind 99 %!

Nobody wants a war in Iran - except a few highly psychotic governments...
Let´s do what we can to anticipate their plans from becoming reality. No more war of the psychopaths at the cost of the peace-loving people of the world! We are 99 %!

22Mai/11Off

Forward the revolution!

Der Titel spielt auf die Ereignisse dieses Frühjahres in Nordafrika und jetzt auch in Spanien an und ist inspiriert durch diesen Song vom Spiral Tribe.
Wenn ich sage "forward the revolution" meint das die innere Revolution des Bewußtseins -
Frieden anstelle von Gewalt, Liebe anstelle von Hass. Allerdings gehe ich davon aus, daß man einen Standpunkt jenseits der Polaritäten dieser Welt -jenseits von gut und böse- beziehen muß, um diese Weisheit anwenden zu können. Denn wenn man sich Liebe nur vorgaukelt, schlägt sie bei Enttäuschung schnell in Hass um. Dasgleiche gilt für den Frieden.
Nachhaltige Wirkung wird erst erreicht, wenn man sich geistig über den irdischen Sumpf erheben und von dort aus klar schauen und entscheiden kann.

8Mai/11Off

Ein Transformationsprozess

Ich halte dieses Bild keineswegs für ein großes Kunstwerk, aber der Prozess war es wert: Ursprünglich wollte ich vor zwei Wochen meinem bis dahin guten Workflow folgend einfach das nächste Piece malen. Doch entgegen meinem starken Schaffensdrang bekam ich keine klare Idee vor Augen und konnte mich zwischen zahlreichen vagen Vorstellungen nicht entscheiden. Somit fühlte ich mich genötigt, zu Hause zu bleiben, wo ich bald darauf Depressionen bekam und mir Vorwürfe machte, meinem Flow nicht zu folgen, nichts zu schaffen usw. ...
In diesem Zustand skizzierte ich zwar ein paar Styles, aber das Thema, was mir nicht mehr aus dem Kopf ging war "Self Slaughter" - da ich meine Lage als selbstzerstörerisch empfand. Über meinen innerpsychischen Konflikt hinaus spiegelt dieser Begriff aber auch die größere Situation der Menschen im Äußeren, angesichts von Fukushima, dem Öl im Golf von Mexiko, dem Krieg in Lybien und tausend weiteren Katastrophen - eben kollektive Selbstzerstörung, das normalste der Welt.
So wie ich meine inneren Kämpfe austrage, so tragen andere sie im Außen aus, das "Böse" ist dann (nur) im Anderen zu suchen oder einfach auf ihn zu projizieren. Menschen beschweren sich über die Diktatur der globalen Konzerne, während sie Monsanto-Gentec-gemästete Schweineschnitzel essen und dazu Coca-Cola trinken. Oder sie nennen sich Antifaschisten und bespitzeln und denunzieren Faschisten, um ihnen dann Gewalt und Verfolgung anzudrohen. Oder sie glauben, ihre Mitbewerber würden ihnen Arbeitsplätze stehlen, ohne zu sehen, daß es der Konzernchef ist (den sie unterstützen), der sie nicht mehr braucht.
Ich will niemanden angreifen, mir erscheint das nur genauso paradox wie mein innerer Konflikt.
Wenn ich mich selbst bekämpfe, leide wenigstens nur ich, und nirgendwo anders als in mir kann ich die Lösung finden.
Ich brauchte fast eine Woche der Auseinandersetzung mit diesem Thema, bis ich überhaupt anfing mit dem Werk. Dann, nachdem ich begonnen hatte, wollte ich es eigentlich gleich am nächsten Tag fertigstellen, aber es kam wieder etwas dazwischen (195 NPD-Mitglieder, 3.000 Polizisten und etwa 4.000 Gegendemonstranten). Es brauchte eine weitere Woche bis zur Vollendung, in der ich jetzt auch mit der Frage kämpfte, ob es überhaupt Sinn macht, solch einen "Quatsch" zu machen. Von Anfang an wußte ich, daß ich das "Slaughter" wieder auscrossen wollte - was mich an der Wand etwas Überwindung kostete, zumal es ein weiterer Ausdruck inneren Konfliktes ist. Auch das Überschreiben der Metzelei mit dem "Love yourself"-Mantra stellt noch keine Lösung dar. Bestenfalls kann es dazu beitragen, beides - also "Selfslaughter"- und "Loveyourselve"-Gedanken - gleichermaßen ad absurdum zu führen, um dann gedankenfrei darüber zu lachen, und einfach der (oder die) zu sein, der (oder die) man ist - und das ist die Lösung!